Vrontados - Daskalopetra - Sikiada - Lagada - Kardamila - Amades - Wicki - Kabia - Fita - Dievcha - Pitios


Vrondados - Daskalopetra
  Vrondados liegt 5 km. ausserhalb von Chios - Stadt, Richtung Norde. Viele Einwohner sind Matrosen. Vrondados nimmt eine grosse Fläche ein und teilt sich an 'Ano' (Oben) und 'Kato' (Unten) Vrondados auf.

Das Symbol von Vrondados ist 'Der unsichtbare Matrose', ein Denkmal des Bildhauers Thanasis Apartis, das am Meer, an der Uferstrasse vor dem Rathaus von Vrondados steht. Grοsse Häuser mit Gärten zeichnen das Bild dieses Gebiets (viele Häuser sind sehr luxuriös, da die Matrosen viel Geld nach Hause bringen). An einem der schönen Strände von Vrondados mit Hygieneanlagen ist Ormos Lo ('Ormos'. Bucht).

Vrondados ist der Sitz der Gemeinde Omiroupolis. Zu dieser Gemeinde gehören noch Karies, Anavatos, Avgonima, Lagada, Sikiada und Sidirounda.

In der Nähe von Ormos Lo liegt der schöne Strand von Daskalopetra. Daskalopetra heisst auch 'Quelle des Paschas, wegen der Quelle, die einem Pascha gehörte. Wie die Geschichte sagt, haben die Matrosen den blinden Homer hier gelassen, nachdem sie ihn von Erithrea mitgebracht hatten. Östlich der 'Paschas Quelle' liegt 'Daskalopetra' ('der Stein des Lehrers'). Daskalopetra ist auch bekannt als 'Petra tou Omirou' (Homers Stein). Der Stein des Homers ist ein grosser Felsen, wo Homer laut der Tradiition seine Gedichte lehrte. Dieser Felsen war vielleicht der Tempel der Göttin Kiveli, weil in den Felsen eine Statue dieser Göttin eingraviert ist. Danach wird die Uferstrasse steil und die Steilküsten beginnen. In der Nähe von Daskalopetra auf einer Anhöhe mit wunderbarem Blick auf Vrondados und auf die Strände der Türkei steht das Marmorgrab des Literaten Janni Psichari (1854-1929). Verse seiner Gedichte sind auf seinem Grabstein graviert.


Nördlich davon finden Sie das Kloster Mirsinidiou (oder der Madonna Mirtidiotissa), das an einem Abhang am Meer liegt. Danach kommen Sie zu den Buchten 'Ormos tou Miliga' und 'Ormos tou Agiou Janni tou Tholou', der Bootsbauer ist. Danach finden Sie das Dorf Pantoukios, das hauptsächlich aus Ferienhäusern besteht.

 

Pantoukios

Hoch über Pantoukios liegt Sikiada, ein Matrosendorf nicht nur mit modernen, sondern auch mit alten aus Stein gebauten Häusern. Der Name des Dorfes kommt von den Feigenbäumen (Feigenbaum heisst auf griechisch Sikia), die es früher dort gab.



Lagada
  Folgen Sie der Strasse nördlich und nach 3 km kommen Sie nach Lagada. Lagada ist eine kleine Hafenstadt, die an einer grossen Bucht liegt. Hier gibt es neue und alte Häuser. Lagada hat den Vorteil, am Meer zu liegen und ist eines der schönsten Dörfer von Chios

In der Nähe gibt es Windmühlen, die noch erhalten sind, obwohl sie sehr alt sind. Zwischen Sikiada und Lagada liegt Kidiada, ein seit 1949 verlassenes Dorf. Dieses Dorf war Stützpunkt der Partisanen während der Deutschen Besatzung. Heute gibt es dort ein Monument, gewidmet dem Nationalen Widerstand. Westlich von Lagada nach einer Abzweigung kommen Sie nach Givari (der Name kommt von dem lateinischen Wort 'vivarium': Fischzucht), eine Bucht, vor der die kleine Insel Tavro liegt. Von hier aus können Sie nach Delfini (Delphin), einem geschichtlich interessanten Gebiet kommen. Thoukididis erwähnt, dass Delfini ein natürlicher Hafen ist, der die Athener besetzt hatten, als Chios sich 411v. Chr. von dem Pakt empörte; die Athener haben sich dort verschanzt, um die Bewegungen der gegnerischen Schiffe zu kontrollieren. Der Name Delfini kommt von dem Tempel Delfinio Apollon.

28 km nordöstlich von Chios liegt Kardamila. Kardamila ist eine sehr alte Siedlung. Die ersten Siedlungen dieses Gebiets waren Prinaritis, Perivolaki und Parpada. Im Mittelalter bauten die Einwohner der zerstörten Stadt Kilon die Siedlung Spilia. Neuere Siedlungen sind Marmaro, Rachi und Skardanas. Die Einwohner beschäftigten sich mit Landwirtschaft und Viehzucht bis Ende des vergangenen Jahrhunderts und langsam haben sie sich der Schiffahrt zugewandt.

Aus Kardamila stammen viele der grössten Reeder Griechenlands und die Mehrheit der Einwohner sind Matrosen. Das hat zur Folge, dass die Einwohner Kardamilas (wie auch die von Vrondados, Lagada, Sikiada und Inousses Dörfer mit vielen Matrosen) oft trauern, weil die Matrosen sehr oft auf den Schiffen umkommen. Kulturträger in Kardamila ist der 'Fortschrittliche Verein von Kardamila', der 1979 gegründet wurde. Das Ziel dieses Vereins ist die Entwicklung der Dorfkultur. Für die Entwicklung des Vereins spielten Gespräche, Ausstellungen, Tänze, schöpferische Aktivitäten der Kinder eine grosse Rolle. Heute bietet der Verein folgendes: eine Leihbibliothek, Fotokurse, Kurse in traditionellen Tänzen und eine dauernde Volkskundeausstellung. Die Volkskundeaus-stellung ist auf dem Marmaroplatz. An anderen Tagen, nach Vereinbarung, Telefonnummer: 0272-22933 zu den Geschäftszeiten: 0272-22132.


Berg Pelinaio
  6 Km weit von Kardamila liegt Nagos. Das erfrischende Wasser und die Vegetation dieses Gebiets sind ideal für Sommerferien. Die Ruine eines alten Tempels wurde duch Ausgrabungen im Jahr 1921 dort gefunden. Nördlich davon liegt der Strand Giosonas, dessen Name 'Iasona' der griechischen Mythologie entspricht. Hier gibt es auch Quellwasser, das aus dem Berg Pelinaio kommt.

Folgen Sie der Strasse nach Norden und Sie finden nach einigen Kilometern Amades, Wicki und Kambia, Dörfer, die an den Hängen des höchsten Berges von Chios, dem Pelinaio, liegen. Diese Dörfer sind für ihre schmackhaften Kirschen bekannt.






     

 
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